Freitag, 4. Januar 2008

Mein erster Eintrag

Sodele, endlich komme ich dazu meinen ersten Blogeintrag zu schreiben.

Gerade sitze ich in der Küche mit Nadine und Tanja in unserer neuen Bleibe, die allerdings im Moment noch eher einer Müllhalde gleicht.

Aber von vorne:

Der Flug nach Mexiko war ätzend. Viel zu lang, zu wenig Platz und bescheurte Filme. In Atlanta hatten wir dann auch noch schlappe 5 Stunden Aufenthalt während derer wir am noch unbequemeren Gate vergeblich versuchten zu schlafen. Aber auch das hatte irgendwann ein Ende und irgendwann (in Deutschland war es schon wieder morgen) kamen wir endlich im Hotel an.


Den nächsten Tag haben wir dann der Wohnungssuche gewidmet. Das funktioniert in Mexiko etwas anders als in Deutschland. Man sucht sich das Viertel aus in dem man wohnen will und läuft einfach von „Se Renta“-Schild zu „Se Renta“-Schild und klingelt mal. So hatten wir ziemlich schnell die unterschiedlichsten Wohnungen gesehen: Vom dunklen, vor Dreck stehenden Kellerloch mit einem Bad, dass sich einem der Magen umgedreht über nett eingerichtete Wohnungen, dafür aber fensterlos bis zur überteuerten Luxusvilla. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Mexikaner sich wohl vorzugsweise ihre Schlafzimmer teilen, was sich weder Nadine noch ich antun wollten. Aber schließlich haben wir doch noch „Nuestra casita“ gefunden. Ein süßes kleines Haus mit zwei Zimmern und einem Wohn-Ess-Raum, das wir sofort haben wollten. Als wir allerdings am 1.1. war ich mir dann doch nicht mehr ganz so sicher… Ich scheine ein Händchen heruntergekommene Wohnungen zu haben (man siehe England), denn die Wohnung war einfach nur dreckig! Die Möbel, das Bad, die Sofas speckig, eigentlich nichts in einem benutzbaren Zustand. Etwas geschockt schrieben wir also eine fast endlose Liste an Sachen, die noch erledigt werden müssen und danach ging es in den nahe gelegenen Supermarkt. Für umgerechnet 150 Euros stellten wir uns erstmal den Grundstock für unseren Hausrat zusammen: Töpfe, Geschirr, Bettwäsche, ein Bisschen Essen und Putzutensilien – viele Putzutensilien!

Das Hauptproblem war allerdings wie wir die unendlich vielen Tüten nach hause bringen sollten und so entschlossen wir uns kurzerhand den überquellenden Einkaufswagen einfach nach hause zu schieben. „Einfach“ entpuppte sich allerdings als eher lebensgefährlich, da der Gehweg alles andere als in einem guten Zustand war und zwischen uns eine ziemlich befahrene Straße ohne Zebrastreifen lag. Nach unzähligen Schlaglöchern und einem Sprint über die Straße schafften wir es allerdings doch!



Ja, und seit dem sind wir eigentlich nur noch am Putzen. Mal mit der Unterstützung der Putzkolonne unserer (wirklich total netten) Vermieter und mal ohne. Nadines Zimmer ist heute endlich fertig geworden und bei mir trocknet gerade die Farbe, sodass ich wohl heut Abend auch endlich meinen Koffer auspacken kann. Endlich!

Silvester war etwas merkwürdig. Erstmal haben wir auch deutsches Silvester gefeiert (aus Angst wegen dem Jetlag nicht bis Mitternacht auszuhalten *g*). Also haben wir um fünf Uhr Nachmittags auf unserem kleinen Hotelbalkon ekelhaften Pseudo-Sekt getrunken und an euch daheim gedacht!

Abends sind wir dann zusammen mit den Jungs in die Innenstadt aber Mexikaner haben wir um Mitternacht so gut wie keine auf der Straße gesehen. Wo die waren weiß ich auch nicht. In der Disco, wo wir immerhin bis halb drei waren, waren irgendwie auch keine….

Ja, ich denk das wars so weit bis jetzt.

Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist, es ist einfach so viel passiert, aber ich versprech der nächste Eintrag wird kürzer!

1 Kommentar:

Ade hat gesagt…

Das Abenteuer hat wortwörtlich begonnen!!

Nur zu mit dem langen schreiben....liest sich nämlich sehr gut ;)

abrazo