Mittwoch, 8. April 2009
Wirklich wichtig: Praktikum fuer Gerry
Ich bin ueber jeden Hinweis dankbar!
Dienstag, 7. April 2009
Bay of Islands Klappe die 2. - aber diesmal im Raumschiff
Diesmal von meinem 2. Trip zur Bay of Islands. Hauptunterschiede zum ersten mal waren, dass diesmal Gerry und Oliver (mein englischer Mitbewohner) und eine mexikanische Freundin von uns dabei waren UND natuerlich, dass wir diesmal nicht mit einem billigen, herrkoemmlichen und langweiligen Auto sondern mit einem intergalaktisch tollen knall orangenen Spaceship unterwegs waren (und das auch noch umsonst, weil ich ja Mitarbeiter bin hihi).
Und obwohl zwei Mexikaner dabei waren, sind wir sogar morgens noch VOR 9 losgekommen (an einem Samstag nochdazu) - wer haette das gedacht!
Erster Stop auf der Fahrt nach Norden, war der Perry Kauri Park mit den riesigen alten Kauri Trees einer davon ueber 800 Jahre alt unheimlich hoch, dick und gross (wer schon fleissig Fotos geschaut hat, der hat sie bestimmt schon gesehen, wer nicht, darf gern in eins - oder in beide - Fotoalben der Bay of Islands schaun).
Dann gings weiter, mal wieder zur Goat Island an der Ostkueste. Das is ein kleines Natur Reservat mit einer Insel um die man rumschnorcheln kann. Diesmal war das Wetter allerdings viel besser und ich hab sogar ne Schnorchelbrille mit passender optischer Staerke bekommen, was die Sicht nochmals verbessert hat. So kams dann auch, dass ich doch tatsaechlich viel mehr Fische gesehen hab als letztes Mal! Kurz vor Schluss dacht ich, ich bring nochmal nen kleinen Schocker und hab meine 300Dollar teure Spezialbrille ins Wasser plumsen lassen sodass sie so ungefaehr an der tiefsten Stelle untergegangen ist. Nachdem ich das ganze aber nicht gleich bemerkt hab, endete das ganze darin dass die drei anderen 20 Minuten um mich rumschnorcheln mussten und dann schliesslich (total ueberraschend) die Brille entdeckten. Oliver is dann runtergtaucht, wobei ihm schier das Trommelfell geplatzt is, aber die Brille hat ich dann zum Glueck wieder - phuuu! (ich weiss, ich bin ein Schussel)
Nach Duschen und Essenfassen gings in Lichtgeschwindigkeit weiter zur Bay of Islands (unterwegs haben wir noch zwei anderen Spaceships zugehupt) und dort nach einigen Bieren ins Bett, da wir am naechsten Morgen frueh fuer unseren Segelturn aufstehen mussten.
Eigentlich wollten wir urspruenglich im Spaceship uebernachten da im hinteren Teil des Autos ein bequemes Doppelbett eingebaut ist, da man aber fuer 4 Leute einen kleinen Zeltanbau braeuchte, den ich nicht mitgenommen hab, sind wir doch ins Hostel. Fuer nen laengeren Trip zu zweit oder zu dritt, is das aber echt ein super Auto, weils eben kein Wohnmobil is und man trotzdem drin schlafen und kochen kann und sogar nen Kuehlschrank gibts!
Am naechsten morgen sind wir aber doch unverhoffter Weise viel zu frueh aufgestanden, nachdem uns die Zeitumstellung leider entgangen war, bis uns die freundliche Frau vom Ticketbuero aufgklaert hat... Nun ja, so hatten wir schon Zeit fuer ein ausfuehrliches Fruehstueck um 8 Uhr Sonntag morgens.
Der Segelturn mit dem Katamaran hat aber fuer alles fruehe Aufstehen entschaedigt!
Es war ein wunderschoener Tagestrip um die vielen Inseln der Bucht herum und einer ausgiebigen Mittagspause auf einer der unbewohnten Inseln mit grandioser Aussicht ueber die Bucht.
Ueberraschender Weise, bin ich sogar fast ueberhaupt nicht seekrank geworden, und das obwohl mir sogar in Kajaks uebel wird!
Danach gings dann in einem Rutsch aus dem Urlaubsweltraum wieder zurueck in die Wirklichkeit... Schade, aber der naechste Trip folgt schon naechstes Wochenende ;-)
Sonntag, 22. März 2009
Mein Trip mit Stray
Ich muss zugeben, so richtig ne Ahnung was mich auf meinem Kurztrip mit Stray eigentlich erwartet, hatte ich nicht. Meine Erwartungen waren auch nicht gerade hoch, denn Gruppen- und Busreisen is so eigentlich nix fuer mich. Bestimmt lauter Menschen, die zu faul sind Reisefuehrer zu lesen und sich Unterkunft zu organisieren und ueberhaupt sicher alle komisch, weil sie beim Reisen unbedingt ihre Freunde auf einem Praesentierteller (oder besser in Form einer Busladung) serviert haben wollen. Und was die Sehenswuerdigkeiten angeht, sicher auch nur die teuersten Mainstream Sachen.(Ich weiss, eine super Einstellung, vor allem wenn man sowas auch noch verkaufen soll).Aber (zum Glueck) lag ich recht weit daneben:
Am Dienstag gings also los in Richtung Osten nach Hahei auf der Coromandel Peninsula mit wunderschoenen Straenden!
Nachdem ich in den vier Tagen so viel wie moeglich Erleben wollte (natuerlich rein aus dem Aspekt, dass ich nachher auch guten Gewissens Empfehlungen und Ratschlaege an Kunden weitergeben kann und sicher nicht weil alles fuer Stray Mitarbeiter um sonst war), habe ich mich gleich fuer die Kayaktour entlang der Kueste gemeldet. War wirklich schoen... wenn auch anstrengend UND man stelle sich vor!!! Ich bin tatsaechlich Seekrank geworden, als wir um eine der Inselchen an einer etwas "wilderen" Stelle vorbei gekommen sind (...in diesem Moment habe ich meine Plaene Segeln zu lernen aufgegeben :-( )
Abends wurde dann zusammen gegrillt, und so hat man sich auch ein bischen besser kennengelernt. Ich war erstaunt wie nett und normal alle waren! Jeder hat mal mit jedem geplaudert und desto spaeter der abend und desto leerer die Flaschen wurden umso lockerer wurde die Stimmung :-)
Die Hauptattraktion des naechsten Tages war Wellenreiten in Raglan, anscheinend einer der beruehmtesten Surferstraende der Welt... hatte ich noch nie gehoert. Wellenreiten hab ich aber trotzdem ausprobiert. Ich wuerde mich jetzt nicht als Naturtalent bezeichen (vor allem nachdem ich die Fotos von meinen spektakulaeren Spruengen - oder besser Faellen - vom Brett gesehen habe) aber ich hatte ne Menge Spass! Gen Schluss hab ich es sogar geschafft ein paar mal auf meinem Brett fuer bestimmt 5 oder 6 Sekunden zu stehen - jippiiiiie!!!
Dieses Wochenende geh ich gleich nochmal hin, diesmal aber mit der Praktikumsorganisation von Gerry und gleich fuer zwei volle Tage!!! Freu mich schon total!
Am Donnerstag war Gluehwuermchen in den Waitomocaves angesagt! Ein tolles Erlebnis durch die stockdunklen Hoelen mit dem Boot zu fahren und an der Decke erleuchten abermillionen Gluehwuemchen wie Sterne die Decke! Dabei sind das echt boese Viecher! Die immitieren naemlich absichtich die Sterne, damit kleine Fliegen die gerade frisch aus dem Fluss kommen in der Hoffnung auf paarungswillige Zeitgenossen zu treffen in Richtung Sternenhimmel fliegen und dann in den klebrigen Faeden der Gluehwuermchen haengen bleiben :-(
Uebernachtet haben wir dann in einem echten Maori Dorf bzw in einem Marae - einem Maori Meeting House. Begruesst wurden wir mit einer Tanzvorstellung bei der wir dann auch mitmachen durften/mussten. Sehr lustig, vor allem der Kriegstanz der Maenner :-)
Danach hat uns noch der Stammesfuehrer ein bischen mehr ueber ihre Kultur und Geschichte erzaehlt waerend wir alle im Matrazenlager im Marae lagen - ein bischen wie eine Maerchenstunde aus einer anderen Welt!
Was mich an den Maoris hier beeindruckt ist, dass sie voll integriert sind, keiner wird wegen der dunkleren Hautfarbe oder ihrer Lebensweise diskriminiert und ihre Sprache hoert man sie auch sehr oft sprechen. Ganz anders als in Mexiko!
Mein letzter Tag fing in Rotorua an, einem der Haupttouristenattraktionen in Neuseeland. Hier sind naemlich erstmal 70% der Bevoelkerung Maori und ausserdem stinkt es hier ueberall nach faulen Eiern - oder besser Schwefel, der hier wegen der nur sehr duennen Erdkruste und der auf grund dessen bestehenden vulkanischen Aktivitaet entsteht. Alle Welt kommt also hier her um in den stinkenden (natuerlich-) warmen Pools zu duempeln, dessen Wasser anscheinend so gut fuer die Haut ist (und einen tagelang wie ein zu spaet gefundenes Osterei riechen laesst) (Soni, Svenja, ein Paradies fuer euch *g*). Da mir das nicht unbedingt so liegt, hab ich lieber ein Maoridorf besichtigt in dem auch uberall der Boden aufgeplatzt ist und diese natuerlichen heissen Pools (zum Teil ueber 200Grad) entstanden sind. Darin und in den heissen aufsteigenden Daempfen kochen dann die Dorfbewohner. Mitten im Dorf befinden sich auch Geisire, die immerwieder 20 bis 30m hohe Wasserfontainen in die Luft schiessen. Nicht unbedingt der Ort in dem ich leben will, wenn man bedenkt, dass erst letztes Jahr in einem der Haeuser ein neuer Geisir durch den Wohnzimmerfussboden geschossen kam und die Familie (zum Glueck unbeschadet) ausziehen musste... aber das gedaempfte Essen war sehr lecker ;-)
Nach Rotorua kam der kroenende Abschluss und das absolte Highlight meines kleinen Trips - mein Skydive aus 15 000 feet (so ungefaehr 4,5 km) Hoehe - 60 sekunden freefall... ahhhh
Dabei wollt ich eigentlich gar nicht, alle haben ewig an mich hingeredet, wie toll das is und dass man das unbedingt mal gemacht haben muss, aber ich als Oberschisser, konnte den Reiz aus einem Flugzeug zu springen und mit 200km/h auf die Erde zuzuschiessen nur wenig nachvollziehen. Aber ich hatte keine richtige Wahl... "Ach, du bist von Stray? Cool, dass du hier bist, du bist schon eingeplant fuer die 15 000 feet, hier ist deine Ausruestung, und T-shirt und DVD gibts auch!" Toll.... was mach ich jetzt ??? PAAANIK! Irgendwie sass ich also dann kurz spaeter im Flieger und ich muss sagen, einfach genial, schon der Flug ist toll, die Aussicht ist grandios! Auf einen riesen See und Kilometerweit in alle Richtungen! Meine Nervositaet stieg erst wieder als die drei anderen vor mir mit einem "schwup" einfach aus dem Flugzeug verschwanden und nur noch ich - jetzt mit meinen Fuessen aus dem Flugzeug baumelnd - im Flieger sass (Gott, ich werd allein vom Schreiben nochmal nervoes), und dann fliegt man mit unheimlicher Geschwindigkeit durch die Luft, alles dreht sich, keine Ahnung wo oben und unten ist... erst gegen Ende des freefalls kann man wirklich um sich schaun und dann ist es einfach nur WOW!!!! Das Herz klopft einem bis zum Hals aber es ist schoen! Und dann geht der Fallschirm auf und ploetzlich ist alles so ruhig und friedlich und man kann die bahnbrechende Aussicht voll geniessen! Ein mega Erlebnis! Und nicht halb so schlimm wie ich dachte! Wenn ihr die Chance bekommt, macht es auch!!!
Ja, das war also mein Stray Trip, ich waer gern laenger geblieben...
Erstes Lebenszeichen aus Neuseeland
Ich habe mich hier inzwischen nach fast 4 Wochen gut eingelebt. Ich wohne in einer WG zusammen mit Gerry, noch einem Englaender (Oliver) und einem Kiwi (Deano). Alle sind sehr nett auch wenn ich mir manchmal etwas komisch vorkomme als das einzige Maedchen und auch noch als die Freundin von einem... Aber wir kommen gut klar, auch wenn Gerry sich manchmal wuenschen wuerde, dass ich weniger auf Gleichberechtigung im Haushalt bestehen wuerde - einfach doof, dass diese emanzipierten Europaeerinnen nicht vor Freude strahlen, wenn sie ihren Liebsten bekochen und bewaschen koennen... :-)
Auckland gefaellt mir sehr gut! Es hat fuer mich gar kein Grossstadtgefuehl da man unheimlich schnell in irgendeinen Park gelangen kann oder ans Meer. Ueberhaupt ist es toll am Meer zu wohnen: am Wochenende kann man auf eine der vielen vorgelagerten Inseln fahren oder an den Strand etwas ausserhalb der Stadt gehen. Bisher is auch das Wetter noch gut, was ich toll finde, ich hatte irgendwie mit viel herbstlicherem Wetter gerechnet und hab mir gleich nen netten Sonnenbrand geholt, weil hier die Sonne echt mega stark is (das Ozon Loch is direkt ueber mir).
Ausgehen kann man auch ganz gut, obwohl es mich nicht vom Hocker haut, Mexiko und sogar Stuttgart find ich eigentlich besser. Gerry hat aber schon so viele Leute kennengelernt - hauptsaechlich Latinos (so vergess ich mein Spanisch schon nicht) - sodass es eigentlich immer ganz lustig ist.
In der ersten Woche habe ich auch eine Columbianerin kennengelernt, die hier rumgereist ist. Und so habe ich spontan einen zwei Tages Trip mit ihr in Richtung Norden, zur Bay of Islands gemacht, was wirklich sehr schoen ist! Neuseeland ist uebrigens tatsaechlich so gruen wie auf den Bildern und hat auch tatsaechlich unzaehlige Schafe und Kuehe.
Ja, und dann hat letzte Woche mein Praktikum angefangen, viel gearbeitet habe ich allerdings noch nicht.
Aber erstmal, fuer alle die noch nicht wissen bei wem ich mein Praktikum mache, ich arbeite bei Stray (siehe Link und Logo rechts - ich muss ein Bischen Werbung machen), einer Firma die Bustouren durch Neuseeland fuer Backpacker macht. Das Besondere an der Geschaeftsidee ist, dass man nicht die ganze Zeit im gleichen Bus durchfaehrt, sondern dass man eigentlich wo immer man will "off-hoppen" kann, ein paar Tage bleiben kann wo es einem gefaellt und dann mit dem naechsten Bus weiter fahren kann. So verliert das Ganze etwas seinen Massenabfertigungscharakter und man kann seine Reise individuell gestaltent und doch reist man nicht allein.
Fuer diese Firma arbeite ich also im Marketing Department. Und als ich am Montag ins Geschaeft kam wurde ich wirklich sehr nett begruesst und ausfuehrlich eingearbeitet und es scheint doch ein interesantes Praktikum zu werden (ich hatte ja meine schlimmsten Befuerchtungen,...). Aber das Beste war eigentlich, dass sie mich gleich am Dienstag fuer 5 Tage mit einem Stray Bus auf Reisen geschickt haben! Alles natuerlich geschaeftlich und deswegen wurde auch alles (wirklich alles) gezahlt. So kam ich also zu meiner ersten kleinen Rundreise auf der Nordinsel und hatte eine Menge Spass.
Und heute, wo ich wieder im Buero bin, wird mir aufgetragen meine Erlebnisse doch bitte in meinem Blog festzuhalten. So komme ich endlich ausfuehrlich zu schreiben - und das auch noch waehrend der Arbeitszeit, da kann man sich doch nicht beschweren...
Samstag, 20. September 2008
Lang lang ists her....
Die TEC hat inzwischen auch schon wieder lange angefangen und ich steh schon wieder kurz vor meinen zweiten Partials. Im Prinzip is es genau das Gleiche wie letztes Semester, tausend Projekte, noch mehr Teams, noch viel mehr Hausaufgaben und nur bedingt Spaß... :-)
Allerdings muss ich sagen, dass ich dieses Semester weit weniger gestresst bin und das ganze etwas mexikanischer angehen lasse (was vielleicht auch an dem zunehmenden mexikanischen Einfluss liegen könnte). Es is also eigentlich soweit alles paletti!
Nun aber zum eigentlichen Grund,warum ich mich endlich aufraffe zu schreiben. Ich war mal wieder unterwegs. Der Anlass war das lange Wochenende über den "Dia de la Independencia" - der Mexikanische Nationalfeiertag.
Geplant war eigentlich, drei oder vier Tage nach Guadaljara (der zweitgrößten Stadt Mexikos) zu gehen und sich dort Stadt und Umgebung anzuschauen.
Da sich aber wie gesagt der mexikanische Lebensstil bei mir immer breiter macht, hat der Plan sich ungefähr 20 mal geändert was mich zwischenzeitlich doch etwas gestresst hat - weil auch wirklich alles anders gelaufen ist, als ich mir das auf gut deutsche durchgeplante Art so ausgemalt hatte. Geendet hat es also damit, dass ich mit Gerry erst einen Tag in Aguascalientes, einer wirklich nicht sehenswerten Stadt, verbracht habe um auf einen Freund von ihm zu warten, der aber (völlig überraschend) den Bus am vorabend nicht mehr bekommen hatte und deswegen schlappe 12 Stunden zu spät war... nun ja, passiert halt. Dann hat sich aber ein anderer Freund von Gerry gemeldet, der in Leon (3 Stunden von Aguascalientes entfernt) wohnt, und gemeint, wir müssen ihn unbedingt ganz schnell besuchen kommen. Lange Rede kurzer Sinn, es wurden kurzerhand die Bustickets getauscht, den anderen Kumpel haben wir ca. 5 minuten gesehen, und schwups mussten wir auch schon zum Bus rennen. In Leon, war es dann recht nett, ich hab den Tag mit dem Kumpel und den Kumplen von Kumplen verbracht, erst bei einem zweite Liga Fußballspiel, was wider Erwarten ganz nett war, ganz und gar nicht wegen der Spielqualität, aber weil die Stimmung (trotz der Qualität) einfach cool war und wir schonmal angefangen haben Tequila zu trinken (war ja schließlich bald Unabhängigkeitstag, da trinkt man Traditionelles....)
Weiter gings dann langsam in ein kleines Dorf etwas abgelegen, in dem das Cowboy-Event des Jahres stattgefunden hat. Das war tatsächlich sehr lustig! (erstmal war ich schon angeheitert) und außerdem war es einfach total lustig zum anschauen: Vorwiegend Macho-Männer mit Cowboy Hüten und Stiefeln, manchmal auch einen typischen Sombrero. Überall standen kleine Bands, und Mariachis die Norteno-Schunkelmusik gespielt haben.
Leider habe ich das eigentlich Event nicht sehen können, erstmal da wir (wiedermal völlig überraschender Weise) recht spät dran waren und zweitens weil es wie aus Kübeln angefangen hat zu regnen. Aber ich habe mir erzählen lassen, dass da die ganzen Cowboys mit ihren coolen Klamotten (und meist auch net sooo schlecht aussehend) in einer Arena auf ihren Pferden hinter ner Kuh hergalopieren und versuchen die mim Lasso einzufangen - also alles furchtbar cool und männlich ;-)
Nun ja, da ich das ganze aber leider nicht live betrachten konnte, haben wir uns halt mit den anderen Machos unter eine der Planen gequätscht, und auf gut mexikanische Art mit Musik und viel Krach gebechert - sehr cool! (Um halb 7 war ich dann dicht)
Nach einigem hick hack (was ich zur Schonung meiner eigenen Nerven lieber nicht wiedergebe) haben wir gerade noch in letzter Minute den Bus nach Guadalajara gekriegt.
Da kamen wir dann mitten in der Nacht an um uns dann von dem Taxifahrer sagen zu lassen, dass wir unser Hotel so ungefähr in der schlimmsten Ecke (der Schwulen und Prostituierten Ecke) ausgesucht haben und dass es hier ganz und gar nicht sicher ist... etwas beunruhigt haben wir uns aber trotzdem dort schlafen gelegt (auf einem Kissen mit Lippenstift-Kussmund....mmmmmh lecker).
Am nächsten Tag haben wir dann Guadaljara angeschaut. Eine sehr schöne Stadt, allerdings hats mal wieder kräftig geschüttet. Das hat dann auch nicht mehr wirklich aufgehört, was ein bischen blöd war, weil an diesem Tag die Feier des "Dia de la Independencia" stattfand.
Ah ja, in der zwischenzeit hatte auch der Kumpel von ganz am Anfang zu uns gefunden und auch Nadine und Tanja waren schon in Guadalajara, sodass wir dann abends zu fünft losgezogen sind. Der "Dia de la Independencia" läuft in Mexiko so ab, dass um 11 Uhr nachts, alle auf den Hauptplatz vor dem Regierungspalast pilgern und dort warten bis der Präsident auf sein Balkönchen steigt und dann den berühmten "Grito de la Independencia" (den Unabhängigkeits Schrei) verliest. Den ersten Teil der Rede hab ich nicht ganz verstanden - da es zu laut war und zu viel geregnet hat - aber enden tut das ganze so, dass der Präsident ungefähr 5 mal "viva Mexico - viva Jalisco (das is der Bundesstaat)" ruft und das Volk antwortet jedesmal mit einem Lauten "VIVA!!!" und am Schluss endet alles in lautem Gejohle, einem riesen Fest mit Fahnen und Singen und einem gigantischen Feuerwerk! Alles sehr spaßig und fröhlich (und in Deutschland nicht zu denken).
Ich hab soger extra einen kleinen Film für euch gefilmt, aber jetzt sagt das doofe Pikasa, dass er zu groß is und ich kann ihn erst nicht hochladen :-(
Am nächsten Tag haben wir nach langem Ausschlafen und etwas verkatert noch ein kleines sehr malerisches Dörfchen besucht und dann gings auch schon wieder mit dem Nachtbus nach hause, ins gute alte Monterrey. (Ach ja, ich hatte ganz vergessen zu erzählen, dass ich unterwegs Gerrys und mein Ticket in Leon liegen lassen hatte und es deswegen noch ein wenig Stress gab, ob wir denn überhaupt mit fahren können, aber alles ist doch nochmal Gut gegangen)
Ja, das war mein etwas turbulentes aber durch und durch mexikanisches Wochenende!
Das wars auch schon wieder, ich versprech ich meld mich auf jeden Fall beim nächsten schreibenswerten Ereignis :-)
Ganz viele Liebe Grüße nach Deutschland!!!!!
Montag, 2. Juni 2008
Urlaub in Chiapas und Oaxaca
In der Nähe von Oaxaca gibt es dann auch mal wieder Ruinen zu besichtigen - Monte Albán. Is ganz nett, aber es reicht dann auch mal mit den ganzen Steinen und leider war fast gar nichts begehbar, sodass es etwas langweilig war.
Da wir ja nur noch zu dritt waren, und die anderen auch die Autos mitgenommen haben, haben wir auch einmal einen organisierten Trip mitgemacht, der einen zu verschiedenen Dörfern und kleineren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung gebracht hat, wie zum Beispeil eine Teppich Manufaktur, einen riesigen Baum mit 58Metern Umfang und mal wieder zu Ruinen. Das ganze war ein sehr lustiger Tag, weil außer uns noch drei total verrückte Israelis mitgegangen sind. alle so um die Mitte 20 aber aufgeführt haben sie sich wie 17. Wir hatten viel rumzualbern und zu quatschen :-)
Nach Oaxaca hat uns schließlich auch Charlotte verlassen um nach Frankreich zurück zufliegen und Nadine und ich sind zurück nach Villahermosa (mal wieder 12 Stunden grandiose Busfahrt) wo unser Flieger ging. Und Villahermosa war der absolute Tiefpunkt meines bisherigen Aufenthalts in Mexiko. Erstmal ist es dort hässlich, ich finde noch schlimmer wie Monterrey, dann gibt es absolut NICHTS zu sehen, es ist mal wieder tropisch Schwül, es regnet wenn mans grad gar nicht brauchen kann, das Hotel war eine schreckliche Absteige und das Schlimmste sind die Leute. Ja, ich seh ja ein, dass wir anders aussehen, wir sind ca. einen Kopf größer als der Durchschnitt, wir haben helle Haut und helle Haare, aber das is verdammt nochmal kein Grund uns anzustarren wie die Tiere im Zoo. Ich war irgendwann so sauer, weil wirklich alle Männer uns so auffällig hinterhergestarrt haben, sich sogar aus dem Auto rausgelehnt haben um uns hinterher zu gaffen und meistens noch irgend einen dummen Satz parat hatten. Wir waren wirklich froh, als wir wieder in Monterrey waren, wo die Leute wieder etwas größer und etwas heller sind und es (wenigstens nicht alle) für nötig halten uns dumm anzulabern und anzugaffen.
Trotz des etwas ätzenden Schlusses, war der Trip aber insgesamt wieder unheimlich schön und wieder komplett anders! Schade dass es der letzte mit den ganzen Franzosen war :-(
Dienstag, 13. Mai 2008
Die Entstellung
Da ich nämlich seit Deutschland nicht mehr beim Friseur war und mir meine Haare aufgrund der zunehmenden Hitze etwas zu warm wurden, hatte ich heute die fatale Idee meine Haare schneiden zu lassen. Als aller erstes muss man sagen, dass es hier keine richtigen Friseursalons wie in Deutschland gibt, in denen gut ausgebildete Friseure arbeiten. In Mexiko sind das kleine Geschäfte, meist in einem Teil eines Wohnhauses in dem sich die Frau des Hauses oder irgendeine möchte gern Kreative sich ein wenig Geld dazu verdient. Das war auch einer der Hauptgründe, warum ich mich erst jetzt zum Friseur getraut habe, weil aus meinem doch etwas dünnen und fadenscheinigen Haar nicht unbedingt einfach eine halbwegs gescheite Frisur zu machen ist (was auch in Deutschland schon zu dem einen oder anderen Ungeschick geführt hat).
Nach langem hin und her, habe ich mich also für einen kleinen Salon bei mir um die Ecke entschieden - schwerer Fehler. Schon als ich reinkam stellte ich fest dass die zwei Haarschneiderinnen die exakt gleiche Frisur hatten wie das Mädel auf dem Stuhl, der gerade die Haare geschnitten wurden. Das ließ in mir gleich die (begründete) Befürchtung aufkommen, dass es sich dabei um die einzige "Frisur" handelt, die die gute Frau zusammenschneiden kann. Und die mag ja auch beim dicken, schwarzen Durchschnittshaar der Mexikanerinnen ganz passabel aussehen, aber eben nicht bei meinem Flockenhaar, bei dem man um jedes bischen Volumen kämpfen muss. Todesmutig habe ich mich doch auf den Stuhl gesetzt in der Hoffung das die Schneidetante doch feststellt, dass diese Frisur bei mir nicht funktioniert. Hat sie nicht.
Jetzt habe ich noch die eine oder andere Franse schlaff von meinem Haupt herunter hängen - jeder Ansatz von Volumen wurde im Kaim erstickt und wenn das nicht ich selbst wäre die ich da im Spiegel sehen würde, müsste ich laut lachen, so bin ich eher am Heulen.
Nun ja, gerade bin ich jedenfalls dabei mir zu überlegen wo ich mich die nächsten Wochen, bis das schlimmste Übel rausgewachsen ist verstecken kann.
Ich bitte also um Verzeihung, wenn ich auf den nächsten Urlaubsfotos eher selten zu sehen sein werde,....
Bis bald eure entstellte Conny