Sonntag, 31. Mai 2009

Wochenende in Wellington

Hallo!

Komme gerade aus Wellington zurück, wo ich mit Gerry das Wochenende verbracht habe nachdem hier langes "Queen's Brithday"-Wochenende war (bzw. heute noch ist).
Ja, wir sind am Freitag abend mit dem Nachtbus die 11 Stunden bis an den südlichsten Zipfel der Nordinsel runtergefahren und wurden mit wunderschönem kalten Regenwetter begrüßt. Das hat sich auch das ganze Wochenende nicht wirklich geändert, was etwas schade war und das Sightseeing etwas erschwert hat. (Und die Bilder sind auch nicht unbedingt besser geworden dadurch). Abgeschreckt vom Wetter haben wir beschlossen als erstes ins National Museum Te Papa. Das Museum ist richtig cool, sehr interaktiv mit vielen animierten Sachen, schönen Exponaten und vielen Knöpfchen yum drücken. Nach 3 oder 4 Stunden hatten wir dann aber wirklich genug (und längst noch nicht alles gesehen), viel mehr kann man einfach nicht aufnehmen.
Den Spätnachmittag haben wir dann in der Einkaufsstrasse verbracht, da aber alle Läden um 5 zumachen mussten wir das richtige Shoppen auf den nächsten Tag verlegen :-)
Dafuer haben wir aber zum Abendessen ein mexikanisches Restaurant gefunden in dem wir lecker (mehr oder weniger authentische) Tacos gespeist haben und viele Mexikaner und südamerikanische Bedienungen getroffen - Gerry war im Glück.

Der nächste Tag, war wettertechnisch noch ein Bischen schlechter, weil noch kälter und windiger. Trotzdem haben wir nach uns aus dem Haus gewagt (unter leichtem Knurren Gerry's) und haben ausfuehrlich die Läden betrachtet (und ich habe auch einen sehr hüpschen Pulli gefunden). Danach gings mim Cable Car hoch auf einen der umliegenden Hügel wo ich eigentlich gerne in den Botanischen Garten gegangen wäre, aber das Wetter war einfach zu schlecht und so sind wir direkt wieder runter ins Regierungsviertel gelaufen und haben uns dort die Regierungsgebäude angeschaut. Allerdings alles recht schnell, da wir nur noch ins nächste Pub wollten. Nach dem Pub konnte ich Gerry noch zu einem letzten Besuch einer Kirche dort überreden, wo wir allerdings gerade zum Beginn der Messe ankamen und so etwas unverhofft einen Gottesdienst miterleben konnten. Nicht gerade spannend und alles sehr formell, aber ein guter Kirchenchor (wenigstens was :-) ).
Das wars dann auch schon wieder, der Nachtbus hat uns wieder zurück nach Auckland gebracht. Wobei ich sagen muss, dass mexikanische Busse echt bequemer sind als neuseeländische. Es waren nicht die erholsamsten Busfahrten ever....
Bildle hab ich auch schon hochgestellt und wenn ihr im Auckland Album ganz hinten schaut, dann findet ihr da auch n paar Bilder von meiner Wohnung.

Liebes Gruessle ins warme Deutschland (ich bin jetzt schon ziemlich neidisch)!!!!

Samstag, 23. Mai 2009

Ein Auto und andere kleine Neuigkeiten

Hallo!
Nachdem keine groesserer Urlaub oder ein sonstiges großes Event in letzter Zeit Anlass zu einem neuen Eintrag gegeben hat, melde ich mich jetzt einfach so mal wieder um ein wenig von den kleineren Events zu berichten :-)
Das Wichtigste is wohl, dass wir jetzt ein Auto haben (oder eigentlich is es Gerry's Auto weil er es hauptsächlich für seine Arbeit verwendet). Für umgerechnet ganz 370 Euro haben wir ein echtes Schnäppchen gemacht... Zwischen dem netten, weißen, 15 Jahre alten Subaru Kombi und Gerry war es wohl Liebe auf den ersten Blick - bei mir nicht ganz so sehr, denn das gute Stück überzeugt derweilen nicht gerade in seinen Fähigkeiten. Es ist ein automatik Auto aber leider funktioniert der automatische Teil speziel morgends eher weniger. Das heißt dass der Gute meist seine 10 Minuten braucht, bis er beliebt in den dritten Gang zu schalten, was auf der Schnellstrasse (auf der wir ca. nach 5 Minuten sind) nicht ganz angenehm ist. Wenn wir dann die ersten 10 Minuten erfolgreich überlebt haben und schliesslich ueber die 40km/h Marke beschleuningen können bin ich immer recht froh - allerdings sollte man besser auch nicht schneller als 80 fahren, da sonst das Auto droht auseinander zufallen :-) (dass die automatischen Fensterheber und die Zentralverriegelung auch nur unter ganz bestimmten Bedingungen funktioniert sind weitere kleine Macken). Aber man gewöhnt sich ja an alles und haben wir uns im letzten Monat doch alle miteinander arrangiert. Letzte Woche allerdings, ist die komplette Heckscheibe - unter unklaren Umständen - in tausende kleine Stückchen zerfallen, was zu einer wahren Odyssee geführt hat: Es passierte also irgendwie als Gerry unterwegs war und wohl eine seiner Wasserflaschen beim Anhalten gegen die Scheibe knallte. Nun ja, haben wir also beim Glasmacher angerufen, der uns ein unwiederstehliches Angebot von ca. 270Euro gemacht hat (fast so teuer wie das Auto), woraufhin ich zum Entsetzen Gerry's vorgeschlagen habe, das Auto doch lieber gleich verschrotten zu lassen. Ein Kollege von Gerry hat uns dann aber erklärt, dass er einen Schrottplatz kennt, bei dem man für echt wenig Geld sich egal welches Teil der Autos dort mitnehmen kann, solang man es selbst abmontiert. Gesagt, getan. Die beiden sind also da hingefahren und haben auch tatsächlich eine passende Scheibe gefunden und in ihrem Übereifer haben sie dann angefangen mit dem Autoschlüssel dieses Gummi versucht aufzuschlitzen um das Fenster abzumontieren. Das mochte der Schlüssel nicht, und ist abgebrochen. Da standen sie also da, vor verschlossenem Auto (die Heckscheibe hatten sie davor mit viel Liebe mit Folie und Klebeband verarztet) - Laptop und Geldbeutel im Auto. Das war so gegen 5, da war auch kein Schlüsselmacher mehr offen und so durfte ich die beiden mit nem Auto vom Geschäft abholen. Dumm war nur, dass sich der Schrottplatz in der gefährlichsten Gegend von Auckland befindet und es daher keine wirklich tolle Idee war das Auto da stehen zu lassen, aber wir konnten nichts anderes machen. Allerdings fühlte sich Gerry so unwohl bei der Sache, dass wir um 9 beschlossen nochmal hinzufahren wo wir dann ne Stunde saßen. Fand ich weniger prickelnd, da ziemlich viele komische Gestallten und Autos kamen und gingen. Aber die ganze Nacht konnten wir ja dort dann auch nicht verbringen und so sind wir wieder gegangen, Gerry schon der festen Überzeugung sein Auto morgen aufgebrochen und leer zu finden. Rastlos is er dann bis Mitternacht in der Wohnung rumgetigert bis ihm dann sein Ersatzschlüssel eingefallen ist... so wurde unsere gute alte Schrottkarre um Mitternacht also doch noch gerettet - Gott sei Dank. Am nächsten Tag haben wir dann auch noch einen anderen Mechaniker gefunden, der uns das Ganze für nur 100 Euro repariert hat (immernoch teuer genug).

Ja das wahr wohl das Aufregendste in letzter Zeit. Sonst arbeite ich so vor mich hin, was inzwischen wirklich Spaß macht. Nach anfänglichen Bedenken, dass das ganze eher langweilig ist und ich viel zu wenig zu tun hatte, habe ich jetzt doch genug zu tun und es sind auch Sachen, die mich wirklich interessieren!

Das Wetter wird hier langsam herbstlich oder eigentlich schon winterlich. Die Temperaturen sind ziemlich gesunken und es regnet recht viel. Aber trotzdem gibt es immer wieder schöne Tage an denen man raus kann und Dinge unternehmen kann :-)

Einen Kunstkurs habe ich auch wieder angefangen, der mir viel Spass macht und mir ein Bischen Abwechslung zur Arbeit gibt.

Mit Gerry läuft alles gut, auch wenn sich bisher noch kein Praktikum für ihn in Deutschland ergeben hat und wir noch keine konkreten Alternativpläne für die Zeit nach Neuseeland haben. Kommt Zeit, kommt Rat.

Ja, ich denke, das wärs mal wieder. Ich werd auch gleich noch Bilder von meiner Wohnung hochladen, damit ihr sehen könnt, wie ich so wohn :-)

Ganz liebe Grüße aus dem frischen Neuseeland!!!!