Dienstag, 13. Mai 2008

Die Entstellung

Heute habe ich mich für umgerechnet 10 Euro auf grandiose Weise entstellen lassen.
Da ich nämlich seit Deutschland nicht mehr beim Friseur war und mir meine Haare aufgrund der zunehmenden Hitze etwas zu warm wurden, hatte ich heute die fatale Idee meine Haare schneiden zu lassen. Als aller erstes muss man sagen, dass es hier keine richtigen Friseursalons wie in Deutschland gibt, in denen gut ausgebildete Friseure arbeiten. In Mexiko sind das kleine Geschäfte, meist in einem Teil eines Wohnhauses in dem sich die Frau des Hauses oder irgendeine möchte gern Kreative sich ein wenig Geld dazu verdient. Das war auch einer der Hauptgründe, warum ich mich erst jetzt zum Friseur getraut habe, weil aus meinem doch etwas dünnen und fadenscheinigen Haar nicht unbedingt einfach eine halbwegs gescheite Frisur zu machen ist (was auch in Deutschland schon zu dem einen oder anderen Ungeschick geführt hat).
Nach langem hin und her, habe ich mich also für einen kleinen Salon bei mir um die Ecke entschieden - schwerer Fehler. Schon als ich reinkam stellte ich fest dass die zwei Haarschneiderinnen die exakt gleiche Frisur hatten wie das Mädel auf dem Stuhl, der gerade die Haare geschnitten wurden. Das ließ in mir gleich die (begründete) Befürchtung aufkommen, dass es sich dabei um die einzige "Frisur" handelt, die die gute Frau zusammenschneiden kann. Und die mag ja auch beim dicken, schwarzen Durchschnittshaar der Mexikanerinnen ganz passabel aussehen, aber eben nicht bei meinem Flockenhaar, bei dem man um jedes bischen Volumen kämpfen muss. Todesmutig habe ich mich doch auf den Stuhl gesetzt in der Hoffung das die Schneidetante doch feststellt, dass diese Frisur bei mir nicht funktioniert. Hat sie nicht.
Jetzt habe ich noch die eine oder andere Franse schlaff von meinem Haupt herunter hängen - jeder Ansatz von Volumen wurde im Kaim erstickt und wenn das nicht ich selbst wäre die ich da im Spiegel sehen würde, müsste ich laut lachen, so bin ich eher am Heulen.
Nun ja, gerade bin ich jedenfalls dabei mir zu überlegen wo ich mich die nächsten Wochen, bis das schlimmste Übel rausgewachsen ist verstecken kann.
Ich bitte also um Verzeihung, wenn ich auf den nächsten Urlaubsfotos eher selten zu sehen sein werde,....
Bis bald eure entstellte Conny